Presse Léon
Lünepost 15.09.2008
Hohnstorf/Hamburg (sta). Durchatmen bei der Familie und den Freunden des kleinen Léon aus Hohnstorf. Der Junge, der bereits vor anderthalb Jahren als von der Leukämie geheilt galt, bekam vor rund neun Wochen die schreckliche Diagnose, dass der tückische Blutkrebs zurückgekommen war. Seine einzige Chance: eine Stammzellentransplantation von einem Knochenmarkspender (Lünepost berichtete). Daraufhin initiierte Claudia Daniels, Kollegin von Léons Mutter und enge Freundin der Familie, einen mehrwöchigen Spendenmarathon für die große Typisierungsaktion. Mit Erfolg: Über 1300 Menschen ließen sich am 31. August in Lauenburg testen, in der Hoffnung, dem tapferen Jungen helfen zu können. Und tatsächlich: Keine zwei Wochen später hat sich in der weltweiten Datenbank ein passender Knochenmarkspender gefunden. Bereits am Donnerstag gab‘s den entscheidenden Eingriff, Léon wurden die neuen Stammzellen transplantiert. Jetzt heißt es, zwei Wochen die Daumen zu drücken. Denn in der Zeit entscheidet sich, ob sein Körper die Zellen annimmt. Die Chancen liegen laut Deutscher Knochenmarkspenderdatei immerhin bei 40–80%. Ob der Spender allerdings von der Typisierung in Lauenburg stammt, ist nicht bekannt, da allen Spendern Anonymität versichert wird. Aber das wird Léons Freunden und Familie jetzt auch erst einmal egal sein.