Presse Léon
Landeszeitung Lüneburg - Online 20.11.2008
pet Hohnstorf. Léon ist wieder zu Hause. Nach vier Monaten im Uni-Klinikum Hamburg-Eppendorf kehrte der sechsjährige an Leukämie erkrankte Hohnstorfer gestern heim, empfangen von Verwandten, Freunden und Nachbarn. Léon waren die Stammzellen eines Spenders aus den USA transplantiert worden. Über Monate hinweg war in der Region eine Hilfskampagne für Léon gelaufen. Tausende Menschen hatten sich typisieren lassen und Geld gespendet.
"Super, dass du wieder da bist", steht auf einem Transparent, das Léons Kindergartenfreunde gemalt haben. Mit roten Herzchen-Luftballons in der Hand warten Till, Flurina, Lucas, Felix, Adrian, Ben und all die anderen. Wunderkerzen werden angezündet, als Mama Tanja und Papa Alexander Bührke mit Léon um kurz nach 14 Uhr ankommen.
Kalt, windig und regnerisch ist es, als Léon, geschwächt von der langen Behandlung, aus dem Auto in seinen Rolli gehoben wird. Tränen hat er in den Augen - wie viele andere, die gekommen sind. Ballons und Geschenke gibt es zur Begrüßung. Das "Wilde-Kerle"-Freundebuch schaut Léon sich ganz genau an, ehe er ins Haus geht.
"Es sieht gut aus", sagt Claudia Daniels, eine enge Freundin der Familie. "Léon hat das gespendete Knochenmark sehr gut angenommen, allerdings ist das kommende Jahr noch voller Risiken." Auch in den nächsten Monaten muss Léon noch täglich weiter behandelt werden.
Ein paar Minuten wärmt sich Léon im Haus auf, dann ist er wieder an der Tür, verabschiedet sich von denen, die auf ihn gewartet haben, genießt ein paar Fruchtgummis - und lächelt zaghaft.