Presse Léon

Lünepost 22.07.2008

Wer hilft dem kleinen Léon?

Lauenburg/Hohnstorf (sta). Fußball spielen, schwimmen gehen oder mit Freunden im Garten rumtoben - auf all das, was kleinen Jungs Spaß macht, muss der 6-jährige Léon aus Hohnstorf verzichten. Léon hat Leukämie (Blutkrebs). Ein Drittel seines noch jungen Lebens hat der Junge im Krankenhaus verbracht. Seine einzige Chance: Nur ein passender Knochenmarkspender für eine Stammzellentransplantation kann Léon das Leben retten.

Vor zwei Jahren stellten die Ärzte die schreckliche Diagnose: Léon hat Leukämie. Besonders tragisch: Nach eineinhalb langen Jahren Chemotherapie galt er eigentlich schon als geheilt, als die tückische Krankheit im Juli erneut ausbrach. Seitdem ist der lebhafte Junge wieder an das Bett in der Uniklinik in Hamburg-Eppendorf gefesselt und wartet auf einen Spender.

"Léon hatte sich so sehr auf die Schule gefreut"

Dabei ist das Herumliegen gar nichts für Léon: "Er ist so ein aktives Kind", weiß Claudia Daniels, Kollegin von Léons Mutter bei der Lauenburger Polizei und enge Freundin der Familie. Und: "Im Oktober 2007 galt er als geheilt, danach hat er beim TuS Hohnstorf angefangen, Fußball zu spielen. Er hat auch schwimmen gelernt, Sport war total sein Ding." Zuletzt habe der 6-Jährige sich riesig auf die Einschulung gefreut. Dann kam der Rückschlag.
Doch Léon ist in dieser schlimmen Zeit nicht allein. Familie und Freunde um Claudia Daniels gründeten die Initiativgruppe "Hilfe für Léon und andere" unter der Schirmherrschaft von Lauenburgs Bürgervorsteher Andreas Lojek.
Gemeinsam mit der Deutschen Knochmarkspenderdatei (DKMS) machen sie sich auf die Suche nach möglichen Spendern. Die DKMS hat zwar bereits 1,7 Millionen potentielle Spender in ihrer Datei und ist damit weltweit die größte dieser Art. Für eine erfolgreiche Transplantation müssen aber nahezu alle Gewebemerkmale übereinstimmen. Die Chance, dass das der Fall ist, liegt laut DKMS zwischen 1:20.000 und 1:mehrere Millionen. Eine weitere Typisierungsaktion, um den potentiellen Lebensspender zu finden, ist bereits für Ende August geplant. Der genaue Termin folgt.
Wohl auch dank dieser Unterstützung ist Léon ein richtiger Kämpfer: "Der Kleine ist viel stärker als seine Eltern und ich zusammen", erzählt Claudia Daniels. Sie weiß aber auch: "Es geht jetzt wirklich um alles, wir müssen einen Spender finden. Das ist seine letzte und einzige Chance."

"Der Kleine ist ein richtiger Kämpfer"

Deswegen will die begeisterte Tänzerin auch nicht tatenlos abwarten. Bis zur Typisierungsaktion gibt sie verschiedene Benefiz-Tanz-Workshops. So steigt am Samstag, 27. Juli, im Ballettzentrum Winsen/Luhe um 15.30 Uhr das Programm "New York City Ballett" und um 16.30 Uhr "Danceaction". Ein weiterer Workshop ist für Anfang August in Adendorf geplant. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Sämtliche Teilnahmegebühren fließen auf das DKMS-Spendenkonto (siehe unten), auf das auch Sie spenden können, da für die teure Typisierungsaktion noch Hilfe benötigt wird.
Léon, seine Familie und seine Freunde hoffen sehr, dass rechtzeitig ein passender Spender gefunden wird, damit der aufgeweckte Junge bald wieder Fußball spielen, schwimmen und in die Schule gehen kann.

So können Sie helfen:

Typisierung:

Jeder, der sich typisieren lässt, ist eine Chance für Léon und für Leukämiepatienten weltweit. Bei der Typisierung, die für den potentiellen Spender kostenlos ist, wird Blut abgenommen und auf Übereinstimmungen untersucht.

Geldspenden:

DKMS-Spendenkonto
Kontonummer: 16 01 09 44
Bankleitzahl: 240 501 10 (Sparkasse Lüneburg)

Tanzen für Léon:

Claudia Daniels gibt Benefiz-Tanz-Workshops im Ballettzentrum Winsen/Luhe, Plankenstraße 11-14 (Samstag, 27. Juli) und im Olympic in Adendorf. Alle Infos gibt‘s im Internet unter www.claudia-daniels.de. Die Einnahmen aus diesen Workshops fließen ebenfalls auf das Spendenkonto.